Über mich

uebermichBereits als Jugendlicher entdeckte ich meine Vorliebe für den Ausdauersport. Mit 15 Jahren bekam ich mein erstes Rennrad. Während ich die ersten Jahre ausschließlich meine Heimat unter die Räder nahm, ging’s später vermehrt in die Alpen. Die ersten Berufsjahre vernachlässigte ich den Sport zusehends. Bis ich mich entschloss, den Ötztaler Radmarathon zu fahren (wenn schon denn schon). Ich legte mir einen Ergometer zu, um über den Winter in Form zu kommen, schrubbte Kilometer in den Folgemonaten und bestritt erfolgreich meinen ersten Radmarathon.

Dies war letztendlich die Initialzündung. Von nun an trainierte ich konsequent auf diverse Jedermannwettkämpfe. Umfänge und Intensität nahmen zu. Gleichzeitig forderte aber auch meine Familie bzw. der Zuwachs mehr Zeit. Das kennt der eine oder andere von euch bestimmt auch. Im Spannungsfeld zwischen Familie, Beruf und Freizeit ist es nicht immer ganz einfach, die richtige Balance zu finden. Wenn dann die Freizeitgestaltung mehr ist, als die bloße Ausübung eines Hobbies, sondern Lebensgefühl und Leidenschaft bedeutet, ist es oft ein Drahtseilakt, alle (inklusive mich selbst) zufrieden zu stellen. So griff ich spätestens nach der Geburt meiner Tochter (3. Kind) immer öfter zu den Laufschuhen. Denn während eine Stunde Radtraining so gut wie keinen Effekt hatte, konnte man mit einer Stunde Laufen einiges erreichen. Und man ist viel unabhängiger von Wetter und insbesondere der Tageszeit. Laufen, wenn die Kinder im Bett waren, wurde mein Motto.

Zwar war ich von Anfang an kein reiner Asphaltläufer, doch die Wettkämpfe, die ich zu bestreiten begann, fanden ausnahmslos auf Asphalt statt. Nach meinem ersten Marathon in Frankfurt in 2008 folgten nochmals zwei Jahre, in denen sich Radfahren und Laufen in etwa die Waage hielten. Entscheidend war dann 2010. Mehr oder weniger zufällig war ich auf den Jungfraumarathon gestoßen. Und da ich immer schon sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Herausforderungen war, stand die Entscheidung schnell fest. Meine Trainingsrunden verlagerte ich nun zunehmend auf unbefestigten Untergrund und ich versuchte, trotz fehlender Berge bei mir vor der Haustüre so viele Höhenmeter wie möglich in meine Runden zu packen. Scheinbar machte ich alles richtig, der Jungfraumarathon war einer meiner größten persönlichen Erfolge bis dahin.

Die weitere Entwicklung bestimmte ein T-Shirt, das mir beim Jungfraumarathon auffiel. „Finisher K78“ war darauf zu lesen. Nach kurzer Recherche im Internet stand mein nächstes Etappenziel fest: die lange Distanz des Swissalpine wurde zum Saisonziel 2012 auserkoren.

Meine Trainingseinheiten wurden nun immer länger und ich begann, meine Strecken so auszutüfteln, dass der Anteil auf Asphalt minimal wurde. So absolvierte ich schließlich 2012 als bisheriges sportliches Highlight die 79 km des Swissalpine.

Inzwischen hab ich meinen letzten Straßenlaufschuh ausgemustert und gegen ein Sortiment Trailrunningschuhe ausgetauscht. In den umliegenden Wäldern kenne ich vermutlich mehr Trails als der hiesige Förster und dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, drehe ich meine abendlichen/nächtlichen Runden.

Wie wird die Geschichte weiter gehen? Ja, das könnt ihr hier auf trampelpfadlaufen.de mitverfolgen. Ich hoffe, ich kann euch noch von so manchen spannenden Laufabenteuern berichten.