Schlagwort-Archiv: Ur-Donautal

Kleine Runden – auch schön!

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Nachdem ich in letzter Zeit ziemlich Kilometer und Höhenmeter geschrubbt hab, standen über’s Wochenende eher kleinere Runden auf dem Programm. Und obwohl man bei den aktuellen frühlingshaften Bedingungen am liebsten den ganzen Tag im Freien verbringen möchte, kann auch mal in der Kürze die Würze liegen.

Ein Schmankerl beispielsweise ist der Jägersteig zwischen Wellheim/Konstein und Dollnstein, quasi an der „Mündung“ des Urdonautals ins Altmühltal. Auf einer Länge von vier Kilometern bietet dieser alles, was man von einem technisch sehr anspruchsvollen Trail erwartet: ständiges auf und ab, viele Wurzeln, Felsen, ein paar mit Drahtseilen versicherte Stellen, eine dicke Laubschicht und an vielen Stellen gerade mal eine Hand breit. Dazu kommen noch etliche Bäume, die seit dem Windbruch im August 2013 immer noch im Weg liegen (offiziell ist der Steig sogar noch gesperrt).

Kombinieren lässt sich der Jägersteig wunderbar mit dem Wanderweg Nummer 11, hoch über die Heiderücken bei Dollnstein.

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Community Trailrun Urdonautal

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„Feine kleine Gruppe“ – so lautete heute einer der Kommentare auf Facebook und der trifft es ziemlich genau. Nach einigen überwiegend krankheitsbedingten Absagen folgten gestern eine Läuferin und drei Läufer meiner Einladung ins Urdonautal. Vielleicht lag’s ja auch an der Abgelegenheit der Location. Im Dreiländereck von Schwaben, Oberbayern und Mittelfranken gelegen, sind es immerhin 70-100 km von den nächsten Großstädten. Macht aber nicht’s! So bleibt die Runde wohl auch weiterhin ein Geheimtipp.

Pünktlich um 10 Uhr starteten wir bei idealen Bedingungen. Ein Mix aus Sonne und Wolken und angenehme 10-15 Grad – das Mitte Februar! Die erste Hälfte der Strecke war eine Mischung aus Trampelpfaden und Forstwegen, überwiegend durch schönen Buchenwald und mit einigen schönen Ausblicken auf das Urdonautal, insbesondere von der Aussichtskanzel über Wellheim.

Zur Halbzeit an der Wellheimer Burg gab’s eine kleine Stärkung. Ich hatte am Vortag erstmalig vegane Energieriegel selbst zubereitet, die getestet werden „mussten“. Nachdem die Dose fast leer war, haben sie scheinbar einigermaßen geschmeckt 😉

Nach kurzer Burgumrundung ging’s über den Löwenkopf weiter nach Konstein. Dort folgte das Highlight der Strecke. Der Oberlandsteig mit einer Länge von etwa fünf Kilometern stellt für Trailrunner eine echte technische Herausforderung dar. Ständig auf und ab, viele Richtungswechsel, Felsen, dicke Laubschicht und sogar ein paar mit Drahtseilen gesicherte Stellen erfordern höchste Konzentration. Zitat Iulia: „Das wenn meine Mutter sieht!“

Über den Harder Schulweg ging es zurück nach Wellheim. Am Ende standen 21 km und knapp 800 Höhenmeter auf der Uhr und alle waren sich einig: schwer, aber toll!

Auch wenn’s dieses Mal eher wenig Teilnehmer waren hat’s super Spaß gemacht. Für mich ist das eines der schönen Dinge am Trampelpfadlaufen: Läufer unterschiedlichster Leistungsklassen treffen sich völlig ungezwungen und erleben ein paar schöne gemeinsame Stunden.

Übrigens, wer Lust auf mehr hat, sollte sich schon mal Sonntag, den 16. März vormerken. Aller Voraussicht nach werde ich da den nächsten Treff organisieren.

Einige der Bilder stammen von Roland Baumgärtner, danke!

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Auf den Spuren der Wallfahrer und Pilger

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Ursprünglich hatte ich ja mit dem Gedanken gespielt, heute am Revierguide des Trail-Magazins teilzunehmen. Doch irgendwie überkam mir dann doch das schlechte Gewissen. Gut 400 km mit dem Auto nach Tübingen für 20 km unseres sauberen Sports? Passt irgendwie nicht wirklich zusammen! Vielleicht kommt der Revierguide ja auch mal in meine Nähe. Tolle Strecken gibt es reichlich.

So zum Beispiel die heutige 30km-Runde, gespickt mit gut 1.200 Höhenmetern zwischen Urdonautal und Altmühltal und sehr hohem Trampelpfadanteil.

Ausgangspunkt war der Skilift zwischen Ried und Dollnstein. Gleich zu Beginn führte ein steiler Pfad hoch zur Hangkante, auf der es dann über einen schönen Heidepfad bis nach Dollnstein ging. Normalerweise genießt man von dort eine tolle Aussicht. Heute war diese leider durch tief hängende Regenwolken stark getrübt und Temperaturen von knapp über null Grad und böiger Wind luden auch nicht gerade zum Verweilen ein.

Ab Dollnstein folgte ich dann dem Altmühltal Panoramaweg. Die knapp 15 Kilometer bis zur Domstadt Eichstätt (teilweise auch als ökumenischer Pilgerweg ausgeschildert) verliefen überwiegend auf Trampelpfaden. Besonders hervorzuheben ist der Anstieg bei Obereichstätt und die Panoramaschleife direkt über der Stadt mit ständigem Blick auf die gegenüberliegende Willibaldsburg.

Nach Kopfsteinpflaster in der Altstadt und Überquerung der Altmühl wartete geradezu ein Trampelpfadparadies auf. Über dem Bergrücken, der sich in Richtung Südosten von der Willibaldsburg zieht, lag ein regelrechtes Spinnennetz aus schmalen Pfaden.

Im weiteren Verlauf orientierte ich mich hauptsächlich am Wallfahrerweg, der bis Wasserzell ebenfalls auf einem Trampelpfad verlief. Die letzten 6 Kilometer wählte ich dann die zügige Variante auf der Forstautobahn.

Besonders interessant dürfte die Tour in Kombination mit der Runde um Wellheim sein. Daraus lässt sich ein äußerst abwechslungsreicher 50k-Ultra mit extrem hohen Trampelpfadanteil basteln. Steht auf jeden Fall schon auf der Liste der Projekte für 2014.

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Distanz: km | Höhe: +m -m |
44, 10

 

Mystisches Urdonautal

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Als ich gestern Abend erfahren hab, dass ich nun doch schon ab heute Urlaub machen kann, standen zwei Optionen zur Wahl: Snowboarden oder Trampelpfadlaufen, schließlich musste der Rest der Familie noch zur Arbeit bzw. die Schulbank drücken 😉

Da die Schneehöhen allerdings noch etwas zu wünschen übrig lassen und ich keine Lust hatte, erst mal drei Stunden in höher liegende Gebiete zu fahren, stand die Entscheidung schnell fest.

Ziel war wieder einmal das Urdonautal bei Wellheim, um an der Strecke vom Trailrunning Spezial noch etwas zu basteln für eine mögliche Tour eines weiteren Community Trailruns.

Herausgekommen ist eine geniale Runde! Statt Sonne in den Alpen musste ich zwar mit zähem Nebel vorlieb nehmen, doch der zauberte zusammen mit dem Raureif eine geradezu mystische Stimmung in die Buchenwälder des Urdonautals.

Die Runde selbst (20km, 700 Höhenmeter) besteht aus 80% Trampelpfaden und nur 20% Forstwegen. Der knapp 5 km lange Oberlandsteig ist teilweise sehr technisch (zumindest wenn man läuft), insbesondere bei nassem oder sogar mit Raureif überzogenem Laub.

Fazit: Eine Runde mit allem was des Trampelpfadläufers Herz begehrt!

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Distanz: km | Höhe: +m -m |
44, 10