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Rund um Bopfingen

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Komisch, warum mir Bopfingen, im Nordosten der Schwäbischen Alb und am Westrand des Nördlinger Rieses gelegen, noch nie einen Halt wert war und ich die Kleinstadt eigentlich nur von der Durchreise auf dem Weg zur A7 kannte. Wo doch vor allem mit dem Ipf ein markanter kegelförmiger Berg das Stadtbild prägt.

Höchste Zeit also, die Gegend um Bopfingen mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Um mir einen guten Überblick zu verschaffen, nahm ich gleich zu Beginn den Ipf in Angriff. Mit fast 200 Höhenmetern vom Parkplatz weg genau das Richtige zum Warmwerden. Vom Gipfelplateau hatte ich in der Tat einen hervorragenden Rundumblick und konnte so die weitere Tour in Augenschein nehmen.

Nächste Stationen: die Felsbänder des Karkstein und Käsbühl. Auf meist schmalen Trails geht’s über die Heidelandschaft dieser Höhenrücken. Und wenn mal kein Pfad zur Hand (bzw. Fuss) ist, lässt die spärliche Vegetation auch die eine oder andere Querfeldeinpassage zu.

Nachdem ich den Ortsteil Aufhausen passiert hatte, folgte ein steiler pfadloser Aufstieg zur Burgruine Schenkenstein (vermutlich gibt’s auch einen Weg). Im Kontrast zur bisherigen Heidelandschaft verlief nun die weitere Strecke auf dem Schwäbische Alb Nordrandweg (HW1) durch dichten Mischwald. Ein wunderbarer Trail, auf dem ich über den Sandberg zurück ins Stadtzentrum gelangte.

Zum Abschluss gab’s noch einen Abstecher zur Burgruine Flochberg.

Damit hatte ich alle Hochpunkte rund um Bopfingen eingesammelt und die Erkenntnis gewonnen, ein weiteres interessantes Trailrevier, gerade einmal 45 Autominuten von mir zuhause, entdeckt zu haben.

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VR X-Trailrun

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Andreas ‚radlerwade‘, neben mir fleißigster Kilometersammler bei meiner Benefizaktion lauf-mit-nach-afrika, lud mich vor einigen Wochen ein, einen Ausflug in seine Heimat, die Zollernalb zu unternehmen und beim 1. VR X-Trailrun teilzunehmen. Und obwohl ich insbesondere nach dem Allgäu Ultra mit einigen Zipperlein zu kämpfen hatte, entschloss ich mich letztendlich, die Gelegenheit wahrzunehmen und Andreas endlich mal persönlich kennen zu lernen.

Heute war’s nun soweit. Nachdem mich meine Frau und meine Tochter in Albstadt ablieferten, begrüßte mich auch schon bald Andreas. Nach obligatorischem Foto für lauf-mit-nach-afrika ging’s auch schon los. Bei herrlichstem Herbstwetter konnte man schon bald nach dem Start erahnen, dass dies eine sehr schöne Runde werden würde.

Anfangs machten mir allerdings meine immer noch schweren Beine etwas zu schaffen. 3000 Höhenmeter vier Tage vor dem Wettkampf waren wohl doch etwas zu viel des guten. Doch im weiteren Verlauf fand ich immer besser meinen Rhythmus. Dazu kam die tolle Strecke immer wieder direkt am Albtrauf entlang. Es lief!

Nach etwa der Hälfte der Distanz war der längste Anstieg zu meistern. Mit knapp 300 teilweise recht steilen Höhenmetern ging es dort ganz schön zur Sache. Mir liegt das. Ich überholte einen Läufer nach dem anderen, unter ihnen auch Trail Magazin Mastermind Denis. Zusätzliche Motivation lieferte ein Streckenposten, der mir meine aktuelle Position mit Platz 21 zurief. Wow – das hätte ich nicht erwartet!

Bei Kilometer 25-30 leerte sich mein Akku allerdings zusehends. Hier wäre eine weitere Verpflegungsstation eine feine Sache gewesen. Doch irgendwie kämpfte ich mich durch und konnte mit Gesamtplatz 17 von 100 Finishern ein für mich wirklich überraschend gutes Ergebnis abliefern.

Bei Andreas lief es noch wesentlich besser. Mit Platz 3 landete er auf dem Treppchen und belegt damit auch in der Gesamtwertung den dritten Platz. Mit einem guten Lauf am Abschlusstag des Drei-Etappenlaufs kann er sich durchaus einen Podiumsplatz in der Gesamtwertung erkämpfen. Gratulation!

Organisatorisch gab’s nichts auszusetzen, außer vielleicht die bereits angesprochene zusätzliche Verpflegungsstation gegen Ende des Rennens. Die Strecke selbst war wunderschön mit sehr hohem Trampelpfadanteil. Nächste Jahr gerne wieder – dann ja vielleicht auch alle drei Etappen 🙂

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Distanz: km | Höhe: +m -m |
VR X-Trailrun 48.284393, 8.996906 VR X-Trailrun in Albstadt  

 

Auf und Ab rund ums Kartäusertal

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Zur Feierabendrunde ging’s heute an den südlichen Rand des Nördlinger Ries ins Kartäusertal. Das weitläufige und hügelige Waldgebiet bietet unzählige Möglichkeiten für den Trampelpfadläufer. Besonders hervorzuheben sind die beiden Burgruinen Nieder- und Hochhaus und die Ruine des ehemaligen Kartäuserklosters Christgarten.

Ich startete meine Runde am Wanderparkplatz nahe der Burgruine Niederhaus, die dann auch gleich erste Zwischenstation war. Von dort ging’s auf einem Trampelpfad weiter zur Pulvermühle, um dann anschließend im Wald zu verschwinden und auf einem teils steilen Pfad die Burgruine Hochhaus anzusteuern. Zutritt ist offiziell wegen Einsturzgefahr verboten, muss also jeder selber wissen, durch welche Bögen man sich hindurchwagen kann. Auf jeden Fall ein sehr mystischer Ort!

Im großen Bogen erreichte ich nun den Karlshof, um anschließend auf Waldpfaden immer wieder auf- und absteigend das Kartäuserkloster Christgarten anzusteuern. Im Sommer lädt dort ein netter Biergarten ein.

Nächstes Etappenziel war der 664m hohe Blankenstein, immerhin knapp 200 Höhenmeter über dem tiefsten Punkt der Tour gelegen. Orientieren konnte ich mich ganz einfach am Schwäbischen-Alb-Nordrandweg. Auf Forstwegen, teils durch Wildschweingehege, machte ich mich wieder auf den Rückweg. Ein kurzer Trampelpfadabschnitt am Ende der Runde bot nochmals schöne Eindrücke der herbstlichen Landschaft.

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Distanz: km | Höhe: +m -m |
Kartäusertal 48.787983, 10.470209 Kartäusertal

 

Physio und satter Feierabenddreißiger

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Gestern hatte ich nun meine erste Sitzung bei der Physiotherapeutin (die außerdem Heilpraktikerin und Osteopathin ist). Dabei ging es erst mal um „Bestandsaufnahme“. Ihrer Meinung nach ist mein Zwerchfell der Ursprung meiner Rückenprobleme, das sie dann auch ausführlich malträtiert hat. Die gute Nachricht: ich kann weiter trainieren!

Nachdem sich mein Rücken heute auch deutlich besser angefühlt hat, hab ich mich entschieden, wieder mal eine lange Feierabendrunde zu drehen. Ausgangspunkt war die Bergkuppe auf der Verbindungsstraße zwischen Riedlingen und Wörnitzstein, wo man direkt auf dem Schwäbische Alb Südrandweg (HW2) starten kann. Ich folgte diesem einige Kilometer, ehe ich mich Richtung Norden orientierte, um die höchste Erhebung der Region, den Bockberg, in Angriff zu nehmen.

Von dort gings über die Harburg ins Städtchen Harburg mit einigen netten Trampelpfaden. Auf dem Rückweg hielt ich mich hauptsächlich auf dem Schwäbische Alb Nordrandweg (HW1). Nach drei Stunden erwischte mich bei milden Temperaturen noch ein richtiger Platzregen, der der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Im Gegenteil: bei Kilometer 30 hatte ich ein richtiges Runner’s High. Mein Rücken hielt und am Ende standen 35 km und knapp 700 Höhenmeter zu Buche. Das macht mich doch wieder einigermaßen zuversichtlich, was den ZUT in 37 Tagen angeht 🙂

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Distanz: km | Höhe: +m -m |
44, 10

 

Donauries-Ultra

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Wie startet man am besten einen neuen Laufblog? Na klar, mit einem ordentlichen Lauf. So ließ ich mich heute morgen also bereits um halb sechs aus dem Bett klingeln, um mich nach kurzem Frühstück mit dem Auto nach Donauwörth (übrigens meine Geburtsstadt) zu machen.

Ausgangspunkt war die Altstadt-Promenade, wo auch die erste Etappe des schwäbischen Albnordrandwegs (HW1) beginnt. Perfekt beschildert führten mich die ersten 20km erst entlang der Wörnitz, später durch hügeligen Laubwald nach Harburg mit gleichnamiger Burg. Um die Burg und von der Harburger Altstadt hoch zur Burg, führen ein paar sehr nette Trampelpfade.

Beinahe Alpingefühl kam dann am Gipfelkreuz des nahe gelegenen Bockbergs auf. Nun folgte ich ein paar Kilometer dem Frankenweg in Richtung Norden, ehe ich im großen Bogen über Kaisheim (und ein paar zähen Waldautobahnen) wieder zum Ausgangsort zurückkehrte.

Insgesamt trotz trübem Wetter ein sehr schöner Landschaftslauf und mit 48 Kilometern und fast 1.000 Höhenmetern auch aus sportlicher Sicht eine ganze nette Hausnummer.

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Distanz: km | Höhe: +m -m |
44, 10