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Frankenweg-Ultra (70km) – Solo

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Trotz der Rückenprobleme zuletzt lief meine Vorbereitung für den Zugspitz-Ultratrail eigentlich recht ordentlich. Was allerdings noch fehlte, war ein richtig langer Vorbereitungslauf. Zwar bin ich heuer schon drei Ultras gelaufen, alle aber gerade mal etwas verlängerte Marathonläufe.

Heute war’s nun so weit. Gut drei Wochen vor dem großen Wettkampf machte ich mich am Morgen mit dem Zug auf nach Treuchtlingen, um auf dem Frankenweg mindestens sieben Stunden zu laufen.

Als ich auf den wieder mal verspäteten Zug wartete, stellte ich fest, dass meine Trinkblase leckt. Mist! Da war nichts zu machen. Der halbe Rucksack schon nass. Ich entschloss mich die Blase zu leeren und hoffte, mich in Treuchtlingen am Bahnhof entsprechend eindecken zu können. Das ging ja schon mal gut los!

Der Kiosk hatte trotz Feiertag glücklicherweise auf, also stopfte ich mir links und rechts eine „Nuckelflasche“ in meinen Salomon S-LAB 12 und ab ging’s.

Kurz nach dem Start folgte gleich der erste Anstieg mit gut 150 Höhenmeter und nach etwa fünf Kilometern stieß ich auf den Frankenweg, der im Wesentlichen die Route vorgeben sollte. Leider hab ich wohl bald darauf einen Abzweig verpasst, sodass ich erst mal etwas orientierungslos unterwegs war.

Dann kreuzte ich allerdings den Altmühlthal-Panoramaweg und ich entschloss mich, erst mal diesem zu folgen. Bisher kannte ich ja nur den Abschnitt Treuchtlingen-Dollnstein. Doch auch hier war der Weg perfekt angelegt mit einigen tollen Singletrail-Passagen.

Vorbei an Schloss Möhren (mit nettem Singletrail) und dem sagenumwobenem Uhlberg orientierte ich mich nun Richtung Westen, um nach 30 Kilometern wieder auf den Frankenweg zu treffen. Auch dort wartete der Qualitätswanderweg mit schönen Trampelpfaden auf. Asphalt gibt’s eigentlich nur durch die eine oder andere Ortschaft insbesondere in Wemding, das dafür mit schönem Altstadtkern belohnt.

Die folgenden 15 Kilometer bis Harburg fand ich besonders reizvoll: Trampelpfade, ein stetiges Auf und Ab und tolle Ausblicke über das Nördlinger Ries. In Harburg zeigte der „Tacho“ bereits knapp 60 Kilometer. Doch ich fühlte mich immer noch relativ gut und so beschloss ich, die 70 anzugreifen. Und was lag da näher, als noch eine Runde über den Bockberg dranzuhängen. Richtig locker waren die 200 Höhenmeter natürlich nicht, aber immerhin musste ich keine Gehpausen einlegen.

Die letzten Kilometer folgte ich dem HW1, noch ein Singletrail von der Burg in die Stadt und ein kleiner Extraschlenker, um die 70 tatsächlich voll zu machen. Mit einer Gesamtzeit von 7:27 Std. bei 1559 Höhenmetern und kompletter Selbstversorgung eine gelungene Generalprobe für den ZUT!

Hier noch die Ausrüstung / Verpflegung, die ich dabei hatte:

  • Salomon S-LAB Skin12 Laufrucksack
  • meine neue Montane Minimus Regenjacke, die glücklicherweise nicht zum Premiereneinsatz kam
  • ein Ersatz-Langarm-Shirt, Windweste
  • Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke (lass ich immer im Rucksack, man weiß ja nie)
  • 3 Liter Wasser (mehrmals nachgefüllt), 0,5 Liter Powerade
  • 5 Dextro Energy-Gels
  • 3 Kindermilchschnitten
  • 2 Kinder-Pingu (lecker, das war meine Sahnetorte zwischendurch)
  • iPhone (GPS-Aufzeichnung, Fotoapparat und Kommunikationszentrale)

 

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Distanz: km | Höhe: +m -m |
Frankenweg 48.958130, 10.906763 Frankenweg (Treuchtlingen - Harburg)

 

Donauries-Ultra

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Wie startet man am besten einen neuen Laufblog? Na klar, mit einem ordentlichen Lauf. So ließ ich mich heute morgen also bereits um halb sechs aus dem Bett klingeln, um mich nach kurzem Frühstück mit dem Auto nach Donauwörth (übrigens meine Geburtsstadt) zu machen.

Ausgangspunkt war die Altstadt-Promenade, wo auch die erste Etappe des schwäbischen Albnordrandwegs (HW1) beginnt. Perfekt beschildert führten mich die ersten 20km erst entlang der Wörnitz, später durch hügeligen Laubwald nach Harburg mit gleichnamiger Burg. Um die Burg und von der Harburger Altstadt hoch zur Burg, führen ein paar sehr nette Trampelpfade.

Beinahe Alpingefühl kam dann am Gipfelkreuz des nahe gelegenen Bockbergs auf. Nun folgte ich ein paar Kilometer dem Frankenweg in Richtung Norden, ehe ich im großen Bogen über Kaisheim (und ein paar zähen Waldautobahnen) wieder zum Ausgangsort zurückkehrte.

Insgesamt trotz trübem Wetter ein sehr schöner Landschaftslauf und mit 48 Kilometern und fast 1.000 Höhenmetern auch aus sportlicher Sicht eine ganze nette Hausnummer.

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Distanz: km | Höhe: +m -m |
44, 10