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Hier entlang (Melibokus Teil 2)

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Das sah doch heute schon ganz anders aus. Sternenklare Nacht, leichter Frost, eine dünne Schneedecke in den höheren Lagen – ideale Bedingungen für einen schönen Feierabend-Nachtlauf um im zweiten Versuch den Melibokus zu „bezwingen“.

Statt in Bensheim startete ich heute in Zwingenberg (5min mit dem Zug von Bensheim). Von dort erreichte ich dann nach 4,5 km und etwas über 400 Höhenmeter auf dem Nibelungenweg den Melibokus mit toller Aussicht über die Rheinebene (auch bei Nacht!). Folgt man weiter dem Nibelungenweg, gelangt man nach etwa 6 km zum Felsberg, wie der Melibokus auch knapp über 500m hoch, und zum Felsenmeer – sehr bizarr, erfordert aber beim Laufen in der Nacht hohe Konzentration. Zurück nach Bensheim orientierte ich mich zunächst am Alemannenweg und später am Burgenweg.

Zwei Ausrüstungsteile möchte ich an dieser Stelle mal besonders erwähnen. Dies ist zum einen meine Silva X-Trail Plus, eine Stirnlampe, mit der man auch auf technischen Trails in der Nacht seinen Spaß hat. Zum anderen meine neue Winterlaufjacke von Rono, die bei den heutigen Bedingungen hervorragend funktionierte und während der 2,5 Stunden für ein angenehmes Körperklima sorgte. Gerade der Wechsel zwischen langen An- und Abstiegen bei Minusgraden erfordert sehr gute Temperaturregulierung.

Und nicht zu vergessen der entscheidende Tipp von Orkan, der mich auf diese Strecke geschickt hat und weil’s so gut passt, hier nochmals seine Ode an die Mittelgebirge (mit Bildern vom Felsenmeer bei Tag) 🙂

Hier noch der Track (übrigens mein 500. auf gpsies.com):

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Distanz: km | Höhe: +m -m |
Bensheim 26.11.2013: 49.705610, 8.645897

 

Wo geht’s zum Melibokus?

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Wieder einmal in Bensheim, wollte ich heute eigentlich auf den Melibokus, den höchsten Berg an der südhessischen Bergstraße im Odenwald. Doch leider war ich ziemlich orientierungslos unterwegs. Im Dunkeln zu laufen macht mir ja eigentlich nichts und mit GPS ausgestattet kann normalerweise auch nichts schiefgehen. Das Wetter machte mir allerdings einen Strich durch die Rechnung. Bei teilweise starkem Schneeregen war die Sicht dermaßen schlecht, dass ich mehrmals einfach den falschen Abzweig erwischte. Naja, waren trotzdem nette 17 km und gut 500 Höhenmeter und morgen gibt’s noch eine Chance 😉

Auf Bilder müsst ihr dieses Mal leider verzichten, man hätte darauf nichts erkannt. Hier dafür der Track:

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Distanz: km | Höhe: +m -m |
Bensheim 25.11.2013: 49.691676, 8.634653

 

Wieder Odenwald

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Kundenbesuch in Bensheim, das bedeutete eine weitere schöne Feierabendrunde im Odenwald. Der Plan war dieses Mal, mit dem Zug Richtung Süden zu fahren, um dann nach Bensheim zurückzulaufen. Ein heftiges Gewitter am Nachmittag machte mir allerdings einen Strich durch die Rechnung. Vollsperrung auf der Bahnstrecke Heidelberg – Darmstadt.

So entschloss ich mich kurzerhand, die grob geplante Route einfach entgegengesetzt zu laufen. Ich verließ Bensheim auf einem schönen Hohlweg in östlicher Richtung. Bei angenehmen Temperaturen folgte ich einem Wanderweg bis Gronau. Dort stieß ich dann auf den Weitwanderweg Odenwald-Vogesen, der mir die weitere Orientierung durch die rot-weiß-rote Kennzeichnung erleichterte. Zunächst auf tollem Trampelpfad, dann wieder auf breitem Wanderweg, erreichte ich Ober-Hambach, den Ort der Odenwaldschule, die wirklich ausgesprochen idyllisch liegt (wobei die Idylle bekanntermaßen über viele Jahre wohl eher trügerisch war).

Vom höchsten Punkt der Tour auf knapp über 400 m Höhe ging es nun wieder Richtung Westen durch den dampfenden Buchenwald. Kurz vor Heppenheim entschied ich dann sicherheitshalber, nicht wie geplant nach Laudenbach weiterzulaufen, sondern über den Burgenweg wieder zum Ausgangsort zurückzukehren, um weiteren Schwierigkeiten mit der Bahn von vornherein aus dem Weg zu gehen.

Eine gute Entscheidung! Den Burgenweg kannte ich ja schon von meiner Tour zur Burg Frankenstein eine Woche zuvor. Und auch zwischen Heppenheim und Bensheim wartete dieser wieder mit einigen Schmankerln auf: Starkenburg, schöne Pfade durch die Weinberge und Singletrail-Action rund um den Hemsberg.

Am Ende standen knapp 25 Kilometer und etwa 800 Höhenmeter auf dem Tacho und ein weiterer Baustein meiner Odenwalderkundung 🙂

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Distanz: km | Höhe: +m -m |
Bensheim - Heppenheim: 49.667145, 8.656319

 

Ein (fast) ganz normaler Arbeitstag eines Trampelpfadläufers

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Oder: Mein Lieblingskunde im Odenwald!

4:30 Uhr

Der Wecker klingelt. Aufstehen. Duschen. Fertig packen. Ohne Frühstück mit dem Bummelzug nach Augsburg.

5:45 Uhr

Schnelles Frühstück am Bahnhof. Weiter mit dem IC nach Bensheim. Erst Augenpflege, dann letzte Vorbereitungen am Laptop.

9:00 Uhr

Nach kurzer Taxifahrt Ankunft beim Kunden. Software installieren, beraten, diskutieren, telefonieren – das volle Programm.

18:00 Uhr

Taxifahrt zum Hotel. Schnell noch beim Bäcker um die Ecke für später reichlich versorgt.

18:15 Uhr

Reisegepäck (90% Laufausrüstung, 10% Rest) angezogen und raus! In Bensheim heißt das kurz durch die winzige Innenstadt und mitten hinein ins Odenwalder Trampelpfadparadies.

Dieses Mal folgte ich allerdings nicht (nur) meinem Instinkt, sondern versorgte mich vorab mit einigen Lieblingspfaden vom zukünftigen Weltherrscher Orkan höchstpersönlich.

Vom Hotel waren es nur ein paar hundert Meter aus der Stadt heraus zu den ersten Weinbergen. Ich folgte nun weitestgehend dem Burgenweg, der gleich mal 100 Höhenmeter auf den Kirchberg führte, bevor es wieder hinunter nach Auerbach ging.

Erstes Highlight der Tour war das Auerbacher Schloss, eine der imposantesten und mächtigsten Burgen im südlichen Hessen (Wikipedia). Vom zugänglichen Südturm hat man eine wunderbare Aussicht über das 200 Höhenmeter tieferliegende Rheintal und die umliegenden Hügel des Odenwalds.

Bis Kilometer 12 folgte ich weiter dem Burgenweg, zumeist ein relativ breiter aber aufgrund der landschaftlichen Schönheit nie langweiliger Wanderweg. Dort verließ ich diesen zugunsten eines schmalen Pfades, der links abzweigte. Dieser stellt sich als wahrer Glückstreffer heraus. Eineinhalb Kilometer feinste Downhill-Action bis hinunter nach Alsbach!

Schließlich bin ich wieder auf den Burgenweg gestoßen, der mich direkt zu Orkans Seeheim-Strecke führte. Stetig ansteigend erreichte ich auf wunderbaren Trails nach gut 20 Kilometern Burg Frankenstein. Ein echter Leckerbissen für Trampelpfadläufer dieser Abschnitt!

Über die sogenannte Himmelsleiter gelangte ich nun ins Mühltal. Die 200 Höhenmeter Abstieg, teilweise tatsächlicher über Treppenstufen, hinterließen jetzt deutlich ihre Spuren. Schließlich war ich bereits seit 4:30 Uhr auf den Beinen. Kein Wunder also, dass die letzten fünf Kilometer bis zum Bahnhof Darmstadt-Eberstadt eher zäh ausfielen.

Das Ende ist schnell erzählt:

21:45 Uhr

Zugfahrt zurück nach Bensheim.

22:00 Uhr

Duschen, ein alkoholfreies Weizen in der Hotelbar (Pflicht!), die Bäckerteile verschlungen und die verdiente Nachtruhe genossen!

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Distanz: km | Höhe: +m -m |
Bensheim - Burg Frankenstein: 49.749565, 8.646748