Schlagwort-Archiv: Altmühl-Panoramaweg

Almühltal-Panoramaweg – Ultra – Solo

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War fast klar, dass sich auf meine Einladung, mich heute zu begleiten, niemand melden würde. Unter der Woche mal eben einen Ultra laufen ist halt doch ein bisschen Luxus 😉

Sei’s drum, so war’s neben dem sportlichen Aspekt auch noch ein gutes mentales Training.

Das Wetter war perfekt und die Strecke kannte ich ja schon größtenteils. Vom Eichstätter Bahnhof (der mitten in der Pampa liegt) bog gleich ein schöner Stieg in den Wald hoch. Diesem Weg folgte ich bis zum Höhenrücken, auf dem auch die Willibaldsburg thront. Dort wählte ich dann einfach einen der zahlreichen Trails in die Eichstätter Altstadt, wo man schnell auf die Wegweiser des Altmühltal-Panoramawegs stößt. Diesen könnte man nun einfach bis nach Treuchtlingen folgen.

Alternativ gibt’s allerdings ein paar interessante Extraschleifen:

  • Kurz hinter Obereichstätt zweigt ein schmaler Pfad hoch in den Wald ab. Ein schöner weiterer Anstieg. Oben angekommen orientierte ich mich einfach am Waldrand, bis wieder ein Weg nach unten führte, auf dem man den Dammerfelsen passiert, ein schöner Aussichtspunkt.
  • Gut zwei Kilometer vor Dollnstein zweigt der Weg Nummer 0 ab. Nochmals ein zusätzlicher Anstieg und ein sehr schöner Pfad – unbedingt diesem folgen!

Am Ende kamen 54 km und über 1500 Höhenmeter zusammen. Bei einer Bruttozeit von 6:06 Stunden kann ich nicht meckern. Was den ZUT in 78 Tagen angeht, ist also alles im grünen Bereich 🙂

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Auf den Spuren der Wallfahrer und Pilger

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Ursprünglich hatte ich ja mit dem Gedanken gespielt, heute am Revierguide des Trail-Magazins teilzunehmen. Doch irgendwie überkam mir dann doch das schlechte Gewissen. Gut 400 km mit dem Auto nach Tübingen für 20 km unseres sauberen Sports? Passt irgendwie nicht wirklich zusammen! Vielleicht kommt der Revierguide ja auch mal in meine Nähe. Tolle Strecken gibt es reichlich.

So zum Beispiel die heutige 30km-Runde, gespickt mit gut 1.200 Höhenmetern zwischen Urdonautal und Altmühltal und sehr hohem Trampelpfadanteil.

Ausgangspunkt war der Skilift zwischen Ried und Dollnstein. Gleich zu Beginn führte ein steiler Pfad hoch zur Hangkante, auf der es dann über einen schönen Heidepfad bis nach Dollnstein ging. Normalerweise genießt man von dort eine tolle Aussicht. Heute war diese leider durch tief hängende Regenwolken stark getrübt und Temperaturen von knapp über null Grad und böiger Wind luden auch nicht gerade zum Verweilen ein.

Ab Dollnstein folgte ich dann dem Altmühltal Panoramaweg. Die knapp 15 Kilometer bis zur Domstadt Eichstätt (teilweise auch als ökumenischer Pilgerweg ausgeschildert) verliefen überwiegend auf Trampelpfaden. Besonders hervorzuheben ist der Anstieg bei Obereichstätt und die Panoramaschleife direkt über der Stadt mit ständigem Blick auf die gegenüberliegende Willibaldsburg.

Nach Kopfsteinpflaster in der Altstadt und Überquerung der Altmühl wartete geradezu ein Trampelpfadparadies auf. Über dem Bergrücken, der sich in Richtung Südosten von der Willibaldsburg zieht, lag ein regelrechtes Spinnennetz aus schmalen Pfaden.

Im weiteren Verlauf orientierte ich mich hauptsächlich am Wallfahrerweg, der bis Wasserzell ebenfalls auf einem Trampelpfad verlief. Die letzten 6 Kilometer wählte ich dann die zügige Variante auf der Forstautobahn.

Besonders interessant dürfte die Tour in Kombination mit der Runde um Wellheim sein. Daraus lässt sich ein äußerst abwechslungsreicher 50k-Ultra mit extrem hohen Trampelpfadanteil basteln. Steht auf jeden Fall schon auf der Liste der Projekte für 2014.

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Distanz: km | Höhe: +m -m |
44, 10

 

Frankenweg-Ultra (70km) – Solo

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Trotz der Rückenprobleme zuletzt lief meine Vorbereitung für den Zugspitz-Ultratrail eigentlich recht ordentlich. Was allerdings noch fehlte, war ein richtig langer Vorbereitungslauf. Zwar bin ich heuer schon drei Ultras gelaufen, alle aber gerade mal etwas verlängerte Marathonläufe.

Heute war’s nun so weit. Gut drei Wochen vor dem großen Wettkampf machte ich mich am Morgen mit dem Zug auf nach Treuchtlingen, um auf dem Frankenweg mindestens sieben Stunden zu laufen.

Als ich auf den wieder mal verspäteten Zug wartete, stellte ich fest, dass meine Trinkblase leckt. Mist! Da war nichts zu machen. Der halbe Rucksack schon nass. Ich entschloss mich die Blase zu leeren und hoffte, mich in Treuchtlingen am Bahnhof entsprechend eindecken zu können. Das ging ja schon mal gut los!

Der Kiosk hatte trotz Feiertag glücklicherweise auf, also stopfte ich mir links und rechts eine „Nuckelflasche“ in meinen Salomon S-LAB 12 und ab ging’s.

Kurz nach dem Start folgte gleich der erste Anstieg mit gut 150 Höhenmeter und nach etwa fünf Kilometern stieß ich auf den Frankenweg, der im Wesentlichen die Route vorgeben sollte. Leider hab ich wohl bald darauf einen Abzweig verpasst, sodass ich erst mal etwas orientierungslos unterwegs war.

Dann kreuzte ich allerdings den Altmühlthal-Panoramaweg und ich entschloss mich, erst mal diesem zu folgen. Bisher kannte ich ja nur den Abschnitt Treuchtlingen-Dollnstein. Doch auch hier war der Weg perfekt angelegt mit einigen tollen Singletrail-Passagen.

Vorbei an Schloss Möhren (mit nettem Singletrail) und dem sagenumwobenem Uhlberg orientierte ich mich nun Richtung Westen, um nach 30 Kilometern wieder auf den Frankenweg zu treffen. Auch dort wartete der Qualitätswanderweg mit schönen Trampelpfaden auf. Asphalt gibt’s eigentlich nur durch die eine oder andere Ortschaft insbesondere in Wemding, das dafür mit schönem Altstadtkern belohnt.

Die folgenden 15 Kilometer bis Harburg fand ich besonders reizvoll: Trampelpfade, ein stetiges Auf und Ab und tolle Ausblicke über das Nördlinger Ries. In Harburg zeigte der „Tacho“ bereits knapp 60 Kilometer. Doch ich fühlte mich immer noch relativ gut und so beschloss ich, die 70 anzugreifen. Und was lag da näher, als noch eine Runde über den Bockberg dranzuhängen. Richtig locker waren die 200 Höhenmeter natürlich nicht, aber immerhin musste ich keine Gehpausen einlegen.

Die letzten Kilometer folgte ich dem HW1, noch ein Singletrail von der Burg in die Stadt und ein kleiner Extraschlenker, um die 70 tatsächlich voll zu machen. Mit einer Gesamtzeit von 7:27 Std. bei 1559 Höhenmetern und kompletter Selbstversorgung eine gelungene Generalprobe für den ZUT!

Hier noch die Ausrüstung / Verpflegung, die ich dabei hatte:

  • Salomon S-LAB Skin12 Laufrucksack
  • meine neue Montane Minimus Regenjacke, die glücklicherweise nicht zum Premiereneinsatz kam
  • ein Ersatz-Langarm-Shirt, Windweste
  • Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke (lass ich immer im Rucksack, man weiß ja nie)
  • 3 Liter Wasser (mehrmals nachgefüllt), 0,5 Liter Powerade
  • 5 Dextro Energy-Gels
  • 3 Kindermilchschnitten
  • 2 Kinder-Pingu (lecker, das war meine Sahnetorte zwischendurch)
  • iPhone (GPS-Aufzeichnung, Fotoapparat und Kommunikationszentrale)

 

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Distanz: km | Höhe: +m -m |
Frankenweg 48.958130, 10.906763 Frankenweg (Treuchtlingen - Harburg)