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From Dusk Till Dawn

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Zwei Ideen, die ich schon länger im Hinterkopf hatte, hab ich am vergangenen Wochenende zu einem kleinen (Lauf-)Abenteuer verknüpft. Erstens wollte ich schon längst mal von Garmisch nach Füssen laufen und zweitens hielt ich es für eine sinnvolle UTMB-Vorbereitung, mal eine Nacht durchzulaufen.

Ich setzte mich also um 17:30 Uhr in den Zug nach Garmisch, um gegen 20 Uhr Richtung Stepbergalm aufzubrechen, die ich nach etwa eineinhalb Stunden kurz vor Dunkelheit erreicht. Da dort auf gut 1600m Höhe schon ordentlich Schnee lag, entschloss ich mich kurzfristig, die Kreuzspitze, mit knapp 2200m Höhe der höchste Gipfel der Ammergauer Alpen, auszulassen, und stattdessen über Schloss Linderhof eine etwas niedrigere Variante zu wählen. Es folgte der zweite lange Anstieg zum Bäckenalmsattel. Auch dort lag wieder Schnee in Kombination mit ordentlich Matsch.

Nach kurzem Downhill zur Kenzenhütte wurde es richtig hart. Mit Kenzensattel, Geiselsteinsattel und Gabelschrofensattel folgte ein etwa 10 km langer Abschnitt mit geschlossener Schneedecke. Während meist einigermaßen gespurt war, verlor ich diese ausgerechnet etwa 100 Höhenmeter unterhalb des Gabelschrofensattels. Eine extrem steile Rampe mit ca. 50 cm Neuschnee nach 40 Kilometern in der Nacht um halb drei. Nicht nur für die Oberschenkel, sondern auch mental ein hervorragendes Training!

Gottseidank hab ich anschließend bald wieder eine Spur im Schnee gefunden. Ohne GPS wäre ich sowieso total aufgeschmissen gewesen. Obwohl ich die Strecke größtenteils kannte, in der Nacht sieht’s dann doch ganz anders aus.

Der letzte Abschnitt war dann aber kein Problem mehr. Über den Ahornsattel und das Tegelberghaus krönte der Downhill auf dem E4 hinab nach Hohenschwangau diese außergewöhnliche Tour. Die beiden Königsschlösser im Morgengrauen und keine Menschenseele weit und breit – ein tolles Abschlussszenario!

Hier gibt’s den Track.

 

Unbezahlbar

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Samstagabends, 19:15 Uhr. Nach gut einstündigem Aufstieg vom unteren Drehhüttenparkplatz am Bannwaldsee stehe ich auf dem Gipfel des Tegelbergs. Keine Menschenseele weit und breit. Während sich im Tal bereits der Frühling breit macht, herrschen oben winterliche Verhältnisse. Es hat sogar nochmals Neuschnee gegeben. Die Fernsicht ist grandios, die untergehende Sonne zaubert eine wunderbare Stimmung in die allgäuer Berglandschaft.

Genau das sind die Momente, von denen wir Trailrunner immer so schwärmen. Unbezahlbar einfach!

Hier noch der Track.

Quickie auf den Zirmgrat

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Was haben Angler und Trailrunner gemein? Genau – es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Ausrüstung. Zwei Tage trotzte ich zusammen mit meinem Sohn Matthias dem Dauerregen im Allgäu. Zum Aufwärmen zwischendurch gab’s ne kurze Nummer vom Alatsee auf den Zirmgrat, ein teilweise sehr wurzeliger Trampelpfad mit giftigen Rampen und bei schönem Wetter vermutlich toller Aussicht.

Übrigens: so mäßig wie das Wetter war auch die Fangausbeute 🙁

Fox-Trails meets Trampelpfadlaufen

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Unter diesem Motto luden Jörn und ich zum gemeinsamen Trampelpfadlaufen im Allgäu ein. Aufgrund des milden Winters waren heuer ja schon früh dort Touren möglich, wo man um diese Jahreszeit normalerweise noch eine geschlossene Schneedecke vorfindet. Unsere Tour führte uns über die Salmaser Höhe, mit 1254 m die höchste Erhebung der nördlichen Hügelkette zwischen Oberstaufen und Immenstadt.

So verabredeten wir uns am Immenstädter Bahnhof, um von dort mit der bereits im Zug sitzenden Ulmer Fraktion nach Oberstaufen zu fahren.

Die Strecke führte uns (8 Läuferinnen und Läufer und ein Australian Shepherd) zunächst in einem Mix aus Asphalt, Forstwegen, Trails und einem größeren Schneefeld nach 7 Kilometern die etwa 450 Höhenmeter auf die Salmaser Höhe. Dort begann dann ein wunderschöner Trail – überwiegend bergab mit einigen kurzen Gegenanstiegen – über Wurzeln und den für die Region typischen Nagelfluhfels. Zwar gab’s auch immer wieder mal kleine Schneefelder, trotzdem war dort alles gut laufbar. Ein Revier zum Austoben! Dazu immer wieder schöne Talblicke auf den Alpsee, den wir dann auch nach gut 16 km über einen schnellen Wiesen-Downhill erreichten. Gegen Ende kam dann sogar noch die Sonne zum Vorschein. Perfekt!

Wieder einmal hat sich gezeigt, dass sich ganz unkompliziert ein netter Trailrunning-Ausflug organisieren lässt, bei dem Gleichgesinnte fachsimpeln, laufen und einfach ihren Spaß haben.

Fortsetzung folgt 🙂

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4Trails light

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Die letzten vier Tage boten alles, was die Faszination Trailrunning ausmacht: das Naturerlebnis in atemberaubenden Landschaften – alleine oder zusammen mit netten Gleichgesinnten – und natürlich Trampelpfade bis zum Abwinken.

Ob im Allgäu zusammen mit dem „Fuchs„, alleine über dem mediterranen Meran im alpinen Gelände oder im Duo auf den Pfaden der Profis um den Lago di Garda, Erlebnisse, von denen man lange zehren kann!

Hier ein paar Fakten:

Track Distanz Höhenmeter
Tag 1 Fox-Trails meets Trampelpfadlaufen im Allgäu 21,5 km 640 HM
Tag 2 Über den Dächern von Meran 34,4 km 1827 HM
Tag 3 Riva del Garda – Running the edge 14,6 km 1498 HM
Tag 4 Riva del Garda – Skyrunning 23,1 km 1734 HM

Macht also knapp 95 km und 5700 Höhenmeter, quasi der ZUT, verteilt auf vier Tage 😉

Wie geht’s nun weiter? Einerseits natürlich das Erlebte sortieren, Berichte verfassen und so auch Euch ein wenig teilhaben lassen. Und natürlich Laufen! Nächster großer Stopp: Taunus Trampelpfadtage 🙂