Ein (fast) ganz normaler Arbeitstag eines Trampelpfadläufers

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Oder: Mein Lieblingskunde im Odenwald!

4:30 Uhr

Der Wecker klingelt. Aufstehen. Duschen. Fertig packen. Ohne Frühstück mit dem Bummelzug nach Augsburg.

5:45 Uhr

Schnelles Frühstück am Bahnhof. Weiter mit dem IC nach Bensheim. Erst Augenpflege, dann letzte Vorbereitungen am Laptop.

9:00 Uhr

Nach kurzer Taxifahrt Ankunft beim Kunden. Software installieren, beraten, diskutieren, telefonieren – das volle Programm.

18:00 Uhr

Taxifahrt zum Hotel. Schnell noch beim Bäcker um die Ecke für später reichlich versorgt.

18:15 Uhr

Reisegepäck (90% Laufausrüstung, 10% Rest) angezogen und raus! In Bensheim heißt das kurz durch die winzige Innenstadt und mitten hinein ins Odenwalder Trampelpfadparadies.

Dieses Mal folgte ich allerdings nicht (nur) meinem Instinkt, sondern versorgte mich vorab mit einigen Lieblingspfaden vom zukünftigen Weltherrscher Orkan höchstpersönlich.

Vom Hotel waren es nur ein paar hundert Meter aus der Stadt heraus zu den ersten Weinbergen. Ich folgte nun weitestgehend dem Burgenweg, der gleich mal 100 Höhenmeter auf den Kirchberg führte, bevor es wieder hinunter nach Auerbach ging.

Erstes Highlight der Tour war das Auerbacher Schloss, eine der imposantesten und mächtigsten Burgen im südlichen Hessen (Wikipedia). Vom zugänglichen Südturm hat man eine wunderbare Aussicht über das 200 Höhenmeter tieferliegende Rheintal und die umliegenden Hügel des Odenwalds.

Bis Kilometer 12 folgte ich weiter dem Burgenweg, zumeist ein relativ breiter aber aufgrund der landschaftlichen Schönheit nie langweiliger Wanderweg. Dort verließ ich diesen zugunsten eines schmalen Pfades, der links abzweigte. Dieser stellt sich als wahrer Glückstreffer heraus. Eineinhalb Kilometer feinste Downhill-Action bis hinunter nach Alsbach!

Schließlich bin ich wieder auf den Burgenweg gestoßen, der mich direkt zu Orkans Seeheim-Strecke führte. Stetig ansteigend erreichte ich auf wunderbaren Trails nach gut 20 Kilometern Burg Frankenstein. Ein echter Leckerbissen für Trampelpfadläufer dieser Abschnitt!

Über die sogenannte Himmelsleiter gelangte ich nun ins Mühltal. Die 200 Höhenmeter Abstieg, teilweise tatsächlicher über Treppenstufen, hinterließen jetzt deutlich ihre Spuren. Schließlich war ich bereits seit 4:30 Uhr auf den Beinen. Kein Wunder also, dass die letzten fünf Kilometer bis zum Bahnhof Darmstadt-Eberstadt eher zäh ausfielen.

Das Ende ist schnell erzählt:

21:45 Uhr

Zugfahrt zurück nach Bensheim.

22:00 Uhr

Duschen, ein alkoholfreies Weizen in der Hotelbar (Pflicht!), die Bäckerteile verschlungen und die verdiente Nachtruhe genossen!

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Distanz: km | Höhe: +m -m |
Bensheim - Burg Frankenstein: 49.749565, 8.646748